Ein Erfahrungsbericht der Junge-Erwachsenen-Reise nach Auschwitz (Oktober 2025)

Während wir das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau betraten, kam mir Purim, das Fest, das an die Rettung des jüdischen Volkes vor der Auslöschung gedenkt, in Erinnerung. Mit kalter Entschlossenheit sagte damals Haman: „Ich werde nicht nur dich vernichten, sondern auch dein ganzes Volk.“ Der Geist dieses Hasses, der in jener Zeit wütete, hatte sich über die Jahrhunderte hinweg immer wieder gegen das jüdische Volk erhoben. So auch ganz besonders während der Zeit des Nationalsozialismus.

Noch während meine Gedanken so herum kreisten, fiel mein Blick auf den Satz, der in seiner Einfachheit und zugleich Grausamkeit wohl kaum zu übertreffen ist: Arbeit macht frei.

Arbeit macht frei. Das waren die Worte, die über den Toren des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau prangten. Was für eine perfide Täuschung. Eine grausame Lüge. Doch war es nur ein verhöhnter Zynismus der Täter – oder lag darin eine Absicht mit geistlichen Wurzeln? Warum wählten sie gerade diesen Satz? Warum nicht ein anderes Motto, eine andere Parole? Plötzlich schien es mir, als hätte ich hinter einen geistlichen Vorhang geblickt – als ob diese Worte eine dunkle Spiegelung einer Dimension waren, die seit Jahrtausenden existiert.

Nach dem Auszug aus Ägypten, befreit durch Gottes Hand, ging Gott einen Bund mit dem jüdischen Volk ein und dieses bekam Seine kostbare Lebensweisung – die Tora.

Im Laufe der Zeit, ist das vierte Gebot zum Herzschlag für das jüdische Volk geworden. Wir sagen oft, dass mehr als wir den Schabbat gehalten haben, uns der Schabbat gehalten hat. Er gab uns die Möglichkeit nicht zu vergessen, wer wir waren: Juden. Und zu wem wir gehörten: Gott.

Der Schabbat ist aber noch viel mehr. Er ist der Vorgeschmack auf die messianische Zeit, auf die vollkommene Erlösung.

War diese Verdrehung, dass Arbeit frei macht, also Zufall? Oder zielte sie auf mysteriöse Art und Weise darauf ab, die tiefste Identität des jüdischen Volkes und damit auch die Nabelschnur zu Gott anzugreifen und auszurotten?

„Die Kinder Israels sollen den Schabbat halten, um den Schabbat zu begehen als ewigen Bund von Generation zu Generation. Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels für alle Zeiten.“ (2. Mose 31,16-17).

Die Nazis und die dunkle geistliche Dimension dahinter, nämlich der Feind Gottes, der Teufel, tarnten einerseits mit Arbeit ihre Vernichtungsabsichten und anderseits versuchten sie das jüdische Volk durch Arbeit Tag für Tag zu versklaven und zum Tode zu verurteilen. Sie wollten den Schabbat aus den Herzen tilgen und die Erinnerung an Gottes Bund im Rauch der Asche ersticken.

Es drängt sich unweigerlich die Frage auf: Wo also war Gott während der Schoah?

Das Schicksal des jüdischen Volkes ist mit dem Schicksal Jeschuas untrennbar verflochten. Unser Messias hat gelitten. Er war auserwählt zum Leiden. Jeschua identifiziert sich mit Seinem Volk! Deshalb wage ich zu behaupten, dass Gott zusammen mit seinem Volk in den Gaskammern war. Er sagte selbst von sich, Er ist Immanuel (Gott mit uns). Sehr selten geht es im Leben darum, dem Leid aus dem Weg zu gehen. Es geht eher darum mit Gott durch das Leid zu gehen und von Ihm getragen zu werden.

Die „Endlösung der Judenfrage“ wäre das Ende für die ganze Menschheit gewesen, doch Gott hatte Erbarmen. Es blieb ein Überrest, um den es auch immer in der Bibel geht, der das Wirken Gottes weiter in die Welt trägt.

Die Nazis hätten jedes andere Motto wählen können. Doch sie entschieden sich für Worte, die wie ein dunkler Zynismus des Schabbats klangen. Es ging nicht nur darum, den Körper zu zerstören, sondern auch eine Verheissung auszulöschen.

Dem Allerhöchsten sei Dank, dass es nicht gelungen ist. Israel ist dazu bestimmt zu leben. Genauso wie der Messias dazu bestimmt ist, zu leben, was Er auch tut. Wir sind berufen zu leben. Mit und durch Ihn. Und das ist wahrhaftig – Leben aus den Toten.

Elizaveta Belostozka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eindrücke von der Auschwitz-Reise. (Bilder: David Merkel)

1. Gott hat einen besonderen Plan mit dem jüdischen Volk.

Gott ist mit Israel und dem jüdischen Volk noch nicht fertig! Im Gegenteil, er hat noch einen besonderen Plan für sein auserwähltes Volk. Der jüdische Kalender, der in 3. Mose 23 zu finden ist und teilweise im Rest des Tanachs (Altes Testament) wiederholt wird, zeigt uns, dass Gott dem jüdischen Volk „heilige Berufungen“ gegeben hat, um uns „zu einem Licht für die Nationen“ zu machen (3. Mose 23,1-3; 5. Mose 7,6-11; 1. Könige 8,53.59-61; Jesaja 42,6).

2. Gott ist ein Gott der Bundestreue.

Von den ersten Kapiteln der Genesis bis zum Rest der Heiligen Schrift war Gott immer ein Gott der Beziehung – zur Menschheit im Allgemeinen und zum jüdischen Volk im Besonderen. Dies begann mit dem Edenbund (1. Mose 2,15-17) und dem Adamsbund (1. Mose 3,14-19), die mit der Menschheit geschlossen wurden. Der mosaische Bund, der mit den Kindern Israels geschlossen wurde, enthält die 613 Mizwot (Gebote), darunter die Feier der Feste Israels für alle Generationen. Gott drückte seine tiefe Sehnsucht nach Beziehung aus, indem er Israel lehrte, mit ihm in Beziehung zu treten, und zwar auf vielerlei Weise, einschließlich der Herbstfeste, die das jüdische Volk jedes Jahr daran erinnern sollten, sich wieder auf ihn zu besinnen. Die Reihe der Bündnisse gipfelt im Neuen Bund mit Israel (Jeremia 31,31-34), der im Messias seine Erfüllung findet.

3. Ein besseres Verständnis des jüdischen Volkes.

Mose 12,1-3 erzählt uns von dem Bund, den Gott mit Abraham schloss. In Vers 3 sagt Gott:

Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.

Als Menschen, die Israel lieben, ist es Teil unseres Dienstes, das jüdische Volk zu segnen. Es gibt keinen größeren Segen, als dem jüdischen Volk das Geschenk zu machen, das nie aufhört zu geben: die Gute Nachricht (Römer 10,1-5; 11,11). Die Hohen Feiertage und ihre zeitgemäße Feier geben uns eine wunderbare Verbindung zur jüdischen Gemeinschaft, durch die wir die Botschaft des Messias weitergeben können. Wenn wir die Feste aus 3. Mose 23 studieren, lernen wir mehr über das jüdische Volk und können unsere Botschaft mutig und einfühlsam verkünden.

4. Der Erlösungsweg des Messias

Wir werden nicht nur das jüdische Volk besser verstehen, wenn wir die Feste Israels kennen, sondern wir werden auch den jüdischen Messias besser verstehen, denn jedes der Feste weist auf ein bestimmtes Ereignis im Erlösungsweg unseres Erlösers Jeschua hin. In gewissem Sinne wird Gottes großer Plan durch die Feste offenbart. Viele Gläubige stimmen darin überein, dass jedes der levitischen heiligen Feste durch ein bestimmtes Ereignis in einer bestimmten Reihenfolge in der prophetischen Laufbahn des Messias erfüllt worden ist oder erfüllt werden wird. So wie die Frühlingsfeste alle durch das erste Kommen des Messias erfüllt wurden, so werden die Herbstfeste durch sein zweites Kommen erfüllt werden. Die Reihenfolge der Feste im jüdischen Kalender könnte uns übrigens einen guten Einblick in die Abfolge der endzeitlichen Ereignisse geben.

Das zweite Kommen des Messias:
Rosch haSchana (Neujahr) – Trompetenstoß, der die Endzeit ankündigt
Jom Kippur (Versöhnungstag) – die große Drangsal
Sukkot (Laubhüttenfest) – Das Tausendjährige Messianische Reich

5. Rosch haSchana: Das jüdische Neujahrsfest

Rosch Haschana bedeutet „Kopf des Jahres“. Es ist auch als Trompetenfest bekannt und ist das erste der drei Herbstfeste. Das Thema von Rosch Haschana ist Besinnung und Buße als Vorbereitung auf die beiden anderen Feste: Jom Kippur (Versöhnungstag, der heiligste Tag im jüdischen Kalender) und Sukkot (Laubhüttenfest).

Mit Rosch Haschana bereiten wir unsere Herzen auf die wunderbare Zeit der Hohen Feiertage vor (3. Mose 23,23-25, 4. Mose 29,1-6, Psalm 81,3-4, Esra 3,1-6, Nehemia 8,1-12). Juden auf der ganzen Welt blasen das Schofar (Widderhorn). Prophetisch wird Rosch Haschana durch die letzte Versammlung bei der Entrückung erfüllt (1. Thessalonicher 4,13-18, 1. Korinther 15,50-58). Es ist wichtig zu beachten, dass die Entrückung nicht am Tag von Rosch Haschana stattfinden muss, um erfüllt zu werden; die Bibel sagt deutlich, dass wir weder den Tag noch die Stunde kennen (Matthäus 24,42-44; 25,13).

6. Jom Kippur: Tag der Versöhnung

Jom Kippur ist der feierlichste der Hohen Feiertage. Er ist ein Fasttag und ein Tag der Trauer (3. Mose 16, 23:26-32). Wie in Levitikus 16 beschrieben, war Jom Kippur ein Tag, an dem alle Sünden Israels durch die jährlichen Opfer des Hohenpriesters gesühnt werden sollten. Zuerst sollte er für sich selbst Sühne leisten, indem er ein Sündopfer und ein Brandopfer darbrachte (3.Mose 16,3). Nachdem er die Opfer für sich und die anderen Priester dem Herrn dargebracht hatte, war er bereit, ein Versöhnungsopfer für ganz Israel darzubringen (3. Mose 16,5-7). Zwei männliche Ziegenböcke wurden verwendet. Ein Bock wurde geschlachtet, der andere, bekannt als Azazel oder „Sündenbock“, wurde in die Wüste getrieben und der Überlieferung nach von einer Klippe in den sicheren Tod gestürzt, wobei er alle Sünden Israels mit sich nahm, damit man sich nicht mehr an sie erinnerte. Jeschua wurde vor 2000 Jahren zu unserem Asasel (Römer 5,8; 8,3).

Dreimal wird das jüdische Volk in 3. Mose 23 (Verse 27, 29, 32) aufgefordert, „unsere Seelen zu demütigen“. Die prophetische Erfüllung von Jom Kippur wird mit der Großen Trübsal kommen – auch bekannt als „die Zeit der Drangsal Jakobs“ – eine spezifische Beschreibung der Bedrängnis Israels während der Großen Trübsal (Sacharja 13,9 & 12,10, Lukas 13,35).

7. Sukkot: Das Laubhüttenfest

Sukkot bedeutet im Hebräischen „Laubhütten“ (3. Mose 23,33-44 ; 2. Mose 23:14-17; 4. Mose 29, 12-38 ; 1. Könige 8,2; 1. Könige 12,25-33; Nehemia 8,13-18). Sowohl in biblischer als auch in moderner Zeit bauen Juden an Sukkot vorübergehende Behausungen oder „Hütten“ und essen (manchmal schlafen) eine Woche lang darin. Wir tun dies, um daran zu erinnern und zu feiern, dass Gott die Kinder Israels während der Wüstenwanderung versorgt und bei ihnen wohnt. Auf der Grundlage von 3. Mose 23,40 wurden rabbinische Gesetze entwickelt, die heute als die „vier Arten“ bekannt sind. Jedes Jahr muss jede Familie ihren eigenen Lulav oder „Spross“ und Etrog oder „einen, der leuchtet“ (Begriffe, die nicht in der Bibel vorkommen) für das Fest besorgen. Alle vier werden in der Hand gehalten und in vier Richtungen geschwenkt – nach oben, nach unten und zur Seite – als Symbol dafür, dass Gott überall ist. Die prophetische Bedeutung von Sukkot darf nicht vergessen werden. Die Rabbiner lehrten, dass Gott eines Tages seinen Heiligen Geist über Israel ausgießen würde (Joel 2,28). In Johannes 7,37-39, am siebten Tag von Sukkot, bezieht der Messias Jeschua das Ausgießen des Wassers auf sich selbst und das Wasser des ewigen Lebens, das er schenkt. Seine jüdischen Zuhörer hätten diesen Zusammenhang sofort erkannt. Darüber hinaus wird Jeschua, der Gott im Fleisch ist und unter uns wohnt, die endgültige Erfüllung des Laubhüttenfestes sein, wenn wir alle in seinem zukünftigen Tausendjährigen Reich bei ihm wohnen werden (Sacharja 14,16-19). Bei der Verklärung (Matthäus 17,1-8; Markus 9,2-8; Lukas 9,28-36) glaubte Petrus irrtümlich, Jeschua habe das Reich Gottes angebrochen, und wollte drei Laubhütten bauen, eine für den Messias, eine für Mose und eine für Elia.

8. Gottes Verheißungen sind unwiderruflich.

Mit jedem dieser Feste ist die zukünftige Erfüllung einer Verheißung Gottes an diejenigen verbunden, die ihr Vertrauen auf den Tod und die Auferstehung des Messias zur Vergebung ihrer Sünden gesetzt haben. Gottes Verheißungen an Israel sind unwiderruflich (Jeremia 31,35-37; Römer 9,1-5; 11,26-29), und unser Gott ändert sich nie (Hebräer 13,8). Nur wenn Gottes Verheißungen an Israel unwiderruflich sind, können auch die Verheißungen an die Nachfolger des Messias unverändert bleiben. Wenn Gott seine Meinung über Israel geändert hat, dann hat unsere persönliche Beziehung zu ihm (die auch auf einer Bundesverheißung beruht) keinen Bestand!

9. Gottes Heilsplan ist keine nachträgliche Idee.

Schon in der ersten messianischen Prophezeiung in 1. Mose 3,15 hat der Schöpfer des Universums die Idee eines Erlösers für die Menschheit eingeführt. Die jüdischen Schriften zeichnen nach und nach das Bild eines jüdischen Mannes aus dem Stamm Juda, dem Geschlecht Davids, der Gott und Mensch zugleich ist und in Bethlehem von einer Jungfrau geboren wird (1. Mose 3,15; 49,10; Jesaja 7,14; 9,6-7; Micha 5,2), um nur einige Beispiele zu nennen. Offensichtlich erfüllt nur Jeschua von Nazareth diese Beschreibung vollkommen. Bilder unseres Erlösers finden sich auch in allen levitischen Festen von Pessach bis Laubhüttenfest, von seinem Tod bis zum Tausendjährigen Reich. Gottes Liebe zu uns ist so groß, dass er von Anfang an einen Weg geplant hat, wie wir mit ihm versöhnt werden können (Johannes 3,16).

10. Ein besseres Verständnis des Wortes Gottes.

Wenn die meisten Menschen die Bibel lesen, die die Geschichte der Menschheit im Allgemeinen und Israels im Besonderen erzählt, ist es, als würden sie einen alten Film in Schwarzweiß sehen, mit einigen Details, aber nicht allen. Aber wenn wir die Bibel aus einer jüdischen Perspektive lesen und die Perspektive der Autoren, die Zielgruppe und den geografischen/historischen Kontext verstehen, dann verstehen wir viel mehr. Der Film wird plötzlich bunt, und Details, von denen wir nie wussten, dass sie existieren, erscheinen auf der Leinwand.

Der levitische Kalender ist nicht nur eine Erinnerung an Gottes heilige Aufrufe an die Kinder Israels, sondern auch ein lebendiges Bild von Gottes Liebe, Gnade und Fürsorge für das jüdische Volk und die übrige Menschheit. Es hilft uns, nicht nur das jüdische Volk besser zu verstehen, sondern auch den Gott des jüdischen Volkes, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs… unseren Gott und sein Wort.

Von Olivier Melnick

Zum Original: Chosen People Ministries

Der Schabbat ist ein Geschenk Gottes an das Volk Israel und an alle anderen Völker. Lasst uns gemeinsam dieses Geschenk auspacken, entdecken und genießen!

Zeichen der Schöpfung und des Bundes

Denke an den Sabbattag und halte ihn heilig. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; der siebte Tag aber ist ein Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Da darfst du keinerlei Arbeit tun, weder du selbst noch dein Sohn oder deine Tochter, dein Knecht oder deine Magd noch dein Vieh oder der Fremde bei dir in deinen Toren. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, dann aber ruhte er am siebten Tag. Darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt. 2. Mose 20, 8-11

Gott hat geruht am 7. Tag. Der Schabbat ist also schon zutiefst angelegt in der Schöpfung! Gott vollendete sein Schöpfungswerk am sechsten Tag, aber erst durch den 7. Tag, an dem er ruhte, wurde die Schöpfung wirklich vollendet! Uns so bestimmte Gott diesen Tag schon, bevor es das Volk Israel gab. Aber neben der Beschneidung ist auch der Schabbat ein Bundeszeichen zwischen Israel und Gott.

Die Israeliten aber sollen den Sabbat halten, indem sie den Sabbat feiern als ewigen Bund von Generation zu Generation. Zwischen mir und den Israeliten ist er ein Zeichen für immer, denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, am siebten Tag aber ruhte er und schöpfte Atem. 2. Mose 31,16-17

Der Schabbat als Zeichen von Freiheit

Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern. 5. Mose 5, 15

In Freiheit war das Volk Israel in der Lage, den Schabbat zu feiern und ein abgesondertes, heiliges Volk für Gott zu sein! Wenn wir den Schabbat halten, machen wir uns frei von der Welt, von Konsum, Arbeit, Stress und machen uns stattdessen abhängig von unserem himmlischen Versorger, der den Israeliten vor dem Schabbat die doppelte Portion Manna gegeben hat.

Schabbat für alle Völker

Doch ist der Schabbat jetzt nur für das jüdische Volk? Nein, denn schon Jesaja beschreibt Nichtjuden, die zum Volk Gottes hinzukamen:

Und die Fremden, die sich dem HERRN anschließen, um ihm zu dienen und um den Namen des HERRN zu lieben, um ihm Diener zu sein, alle, die den Sabbat halten und ihn nicht entweihen und die an meinem Bund festhalten, sie werde ich zu meinem heiligen Berg bringen, und in meinem Bethaus werde ich sie erfreuen. Ihre Brandopfer und ihre Schlachtopfer werden ein Wohlgefallen sein auf meinem Altar, denn mein Haus soll Bethaus genannt werden – für alle Völker. Jesaja 56,6-7

Vorgeschmack auf den Himmel

Diese Ruhe, dieser Frieden und diese Nähe zu Gott wird uns in ganz besonderer Weise durch Jeschua (Jesus) zuteil. Der Hebräerbrief beschreibt das im 4. Kapitel, wie wir durch Jesus in Gottes Ruhe eingegangen sind. In seinen ewigen „Schabbat“. Der Schabbat ist ein Vorgeschmack auf den Himmel. Dort wird definitiv keine langweilige Ruhe herrschen, die nur von Verboten geprägt ist. Nein, dort werden wir die Schabbatfreude und auch Gottes Heiligkeit feiern. Und wir können gemeinsam mit dem Volk Israel auf diese Zukunft schauen.

Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen. So lasst uns nun bemüht sein, in diese Ruhe einzugehen. Hebräer 4, 9-11

Von Deborah Haupt

Zutaten:

  • 4 große Kartoffeln – geschält und gerieben
  • 1 große Zwiebel – geschält und gerieben
  • 2 große Eier
  • ½ Tasse Mehl (oder Matzenmehl)
  • 2 Teelöffel koscheres Salz
  • ½ Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Tasse Pflanzenöl
  • 120 g saure Sahne
  • 120 g Apfelmus

Zubereitung:

  1. Die geriebenen Kartoffeln und Zwiebeln in ein Sieb geben und leicht ausdrücken, um den größten Teil der Flüssigkeit zu entfernen und 30 Minuten ziehen lassen. Die Kartoffelmasse in eine Schüssel geben und die Eier dazugeben und mit den Händen untermischen.
  2. Das Mehl zugeben und gut vermischen.
  3. Das Salz und den Pfeffer hinzufügen.
  4. Nehmen Sie einen Eiskugellöffel der Kartoffelmasse und legen Sie sie in die Hände und bilden Sie dann einen flachen runden Kartoffelpuffer (Latke).
  5. Wiederholen Sie das Ganze, bis die komplette Masse aufgebraucht ist.
  6. ½ Tasse Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen.
  7. 4 Latkes in die Pfanne geben und 3 Minuten oder bis der Boden goldbraun ist, garen.
  8. Die Latkes umdrehen und weitere 3 Minuten garen.
  9. Wenn die Latkes fertig sind, legen Sie sie auf ein Papiertuch, um etwas von dem Öl wegzunehmen.
  10. Braten Sie nun die restlichen Latkes.
  11. Servieren Sie die Latkes mit einer Portion saurer Sahne und Apfelmus.

Guten Appetit!

Von Chosen People Ministries

Worum geht es eigentlich an Chanukka? Ist es einfach nur ein Fest für die Familie, an dem man zusammensitzen und gemeinsam essen kann? Oder ist es gar bloß ein Geschenkefest?

Chanukka dreht sich jedoch auf den zweiten Blick gar nicht in erster Linie um Licht und Geschenke, sondern um die eigentliche Bedeutung des hebräischen Wortes Chanukka חנוכה – Einweihung.

Wir befinden uns in der Zeit zwischen den beiden Teilen der Bibel, vor der Geburt des Messias Jeschua. Die Griechen unterdrücken das jüdische Volk im Land Israel und schließlich kommt es zur Entweihung des Tempels durch schreckliche Zerstörung und Götzendienst. Diese Demütigung und Verachtung des jüdischen Glaubens und vor allem des Gottes Israels selbst, ließ eine kleine gesetzestreue Gruppe nicht kalt. Die Makkabäer sammelten die gläubigen Juden und wehrten sich in einem Aufstand gegen die Griechen, konnten durch ein Wunder die militärische Übermacht besiegen und den Tempel vom Götzendienst befreien und ihn wieder einweihen.

Von diesem Zeitpunkt an wurde Chanukka als Fest der (Wieder-)Einweihung des Tempels jeden Winter in Jerusalem gefeiert. In Johannes 10,22-23 lesen wir, dass auch Jeschua bei den Feierlichkeiten des Festes anwesend war:

Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem, und es war Winter. Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos.

Dabei steht die Frage im Raum: Wer ist Jeschua?

Ist er der Messias? Wenn ja, warum sagt Jeschua es nicht klar und deutlich? Was bedeutet es, dass Jeschua sich als den Sohn Gottes bezeichnet? Und ist das nicht Gotteslästerung?

Jeschua antwortet auf diese Anfragen ganz klar:

Er bestätigt, dass er der Messias und der Sohn Gottes ist und weist darauf hin, dass seine Werke und Wunder es bezeugen.

Diese Tatsache steht fest. Die Wunder bezeugen es, doch glaubten die Menschen ihm? Nun lag es an der Entscheidung des einzelnen und vor dieser Entscheidung stehen wir auch bis heute: Glaube ich an Jeschua als den Messias und Sohn Gottes?

An Chanukka wird die Geschichte erzählt, dass Gott auf wundersame Weise das notwendige, reine Olivenöl für die Menora im Tempel vermehrte bis neues Öl hergestellt war. Deshalb werden heute acht Tage lang die Kerzen des Chanukka-Leuchters angezündet. Gott konnte damals Wunder tun. Gott wirkte durch Jeschua Wunder. Das größte Wunder geschah, als er Jeschua von den Toten auferweckte – für Gott ist nichts unmöglich!

Glauben Sie daran?

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in einen Gottesdienst in einer Synagoge oder einer messianischen Gemeinde. Vielleicht erwarten sie, dass Menschen aus Gebetsbüchern auf Hebräisch lesen. Aber an diesem Tag geht man zu einer Art Tanzparty. Denn man trifft dort Männer, die um das Heiligtum tanzen, während sie singen und herumspringen. Der Mann vorne hält eine Tora-Schriftrolle (die ersten fünf Bücher der Bibel, die auf aufgerolltem Pergament geschrieben sind). Wohin man auch schaut, die Leute klatschen und singen. Das ist nicht das, was sie erwartet haben! Das ist Simchat Tora (Freude am Gesetz).

Simchat Tora wird am letzten Tag von Sukkot (dem Laubhüttenfest) gefeiert. Dies ist der Tag in der Synagoge, an dem der jährliche Lesezyklus der ersten fünf Bücher der Bibel abgeschlossen wird. Die Synagoge rollt dann die Schriftrolle (Tora) vom 5. Buch Mose zurück zum 1. Mose, so dass sie am nächsten Sabbat wieder bei Genesis 1:1 beginnen kann.

Es wird getanzt und gesungen, weil das Wort Gottes unglaublich bewegend ist und es wert ist, es zu erleben und zu feiern! Was wäre, wenn wir als Gläubige an Jeschua (Jesus) den Worten, die uns von Gott gegeben wurden, einen so hohen Wert beimessen würden? Was wäre, wenn sie tief in unseren Geist eingebrannt und in unsere Herzen eingraviert würden? Was wäre, wenn wir die Verkörperung des Wortes Gottes, Jeschua, wirklich erkennen würden? Das ist es, was wir anstreben sollten.

Ich möchte zwei Gründe nennen, warum das Wort Gottes in unserem Leben wichtig sein sollte 1) Wir kennen Gott am besten, wenn wir Seine Worte studieren; und 2) es liegt Kraft in den Worten Gottes.

Es gibt einen Redner, der eine Illustration über die Verkündung des Gesetzes am Berg Sinai gibt. Er gibt einen interessanten Einblick in die Veranstaltung, vor allem, wenn man bedenkt, dass das “Gesetz” in manchen Glaubenskreisen gelegentlich wie eine schlechte Sache klingt. Er beschreibt den Nahen Osten der biblischen Zeit als ein Land vieler Religionen – aber keine von ihnen hat etwas Greifbares. Sie verließen sich nur darauf, dass die Priester oder Führer ihnen sagten, was ihre jeweiligen Götter von ihnen erwarteten, und die Anbeter hatten keine Ahnung, ob ihre Bemühungen funktionieren würden oder nicht. Die Beziehung zwischen Gottheit und Mensch war bestenfalls unpersönlich.

Unser Gott wurde persönlich mit seinen Anbetern. Er ist bekannt als “ICH BIN”, und um seinem Volk zu helfen, ihn besser kennenzulernen, gab er ihm seine Führung (Tora). Dies war das erste Mal in der Geschichte, dass ein Glaube einen geschriebenen Code hatte – und er spiegelt direkt den Gott wider, der ihn gab. Gott tat dies, weil Er wollte, dass das Volk Israel Ihn innig kennt. Die Worte, die Er uns gegeben hat, sind zu unserem Nutzen: Wir leben nach ihnen, wir kennen ihn durch sie, und wir werden von ihnen erzogen und erbaut. Wir kennen Gott am besten durch Seine Worte.

„Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Manna, das du und deine Väter nie gekannt hatten, auf dass er dir kundtäte, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.“ 5.Mose 8:3

Ich habe unzählige Geschichten von Menschen gehört, die die Bibel gelesen und übernatürliches Verständnis für ein Problem im Leben erhalten haben. Aber es ist noch besser, von einem Juden zu hören, der zum ersten Mal die Worte Jeschuas, der Verkörperung des Wortes (Johannes 1,1), liest. Sie sind oft überrascht, dass die Autoren jüdisch sind und die Struktur nicht das ist, was sie vom Neuen Testament erwartet haben. Dann rücken die Worte Jeschuas in den Mittelpunkt, und Er scheint der intelligenteste Rabbiner zu sein, der je gesprochen hat. Sie mögen, was Er über die Fürsorge für die Armen und Bedürftigen sagt. Vor allem sind sie überrascht, dass Seine Lehre komplett aus dem Gesetz, den Propheten und den Schriften kommt. Dies war genau die gleiche Reaktion, die die Menschen in Galiläa hatten, nachdem Jeschua die Bergpredigt beendet hatte.

„Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre; denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ Matthäus 7:28-29

Die Menschen antworteten dann, indem sie Ihm folgten. Das ist die Kraft des Wortes Gottes:

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;“  Hebräer 4:12

Wenn wir uns Simchat Tora in diesem Jahr am letzten Tag von Sukkot nähern, lassen Sie uns etwas tiefer nachdenken, aufrichtiger schätzen und uns an Gottes Wunsch nach Intimität erfreuen, wie er durch Sein Wort offenbart wird.

Von Chosen People Ministries